Netze

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Fernwärme

Primär- und Sekundärleitungen

Das Fernwärmenetz von Wien Energie besteht aus Haupttransport-, Primär- und Sekundärleitungen. Teilweise sind diese Leitungen begehbar; so kann zum Beispiel die Donau unter dem Flussbett zu Fuß durchquert werden. Das Rohrleitungssystem, das
in Summe 1.092 Kilometer zählt, verbindet ober- wie unterirdisch alle Wiener Bezirke.

Wien Energie ist europaweit eines von wenigen Energieunternehmen, das über eine Unterteilung des Netzes in Primär- und Sekundärleitungen verfügt. Die Primärleitungen sind so etwas wie die „Stadtautobahnen“ des Wärmetransports; sie befördern große Wärmemengen bei hohen Temperaturen und Druck durch ganz Wien.

In Übergabestationen, so genannten Gebietsumformern, wird die Wärme dann an die Sekundärleitungen übergeben und an die einzelnen Gebäude verteilt.

Das Zusammenspiel von großen und kleineren Leitungen bietet einen wesentlichen Vorteil: Der Transport größerer Wärmemengen quer durch ganz Wien geschieht rasch; Störungen können schnell ausgeglichen und Ausfälle weitestgehend vermieden werden.

Das Leitungssystem ist ein geschlossener Kreislauf. Es setzt sich zusammen aus Vorlaufleitungen, in denen das Warmwasser vom Wärmeerzeuger zur Verbraucherin und zum Verbraucher fließt, sowie aus Rücklaufleitungen, in denen das abgekühlte Wasser wieder zum Wärmeerzeuger zurückkehrt.

In Summe werden im 533 Kilometer langen Primärnetz 76.500 Kubikmeter Wasser bei einem maximalen Druck von 23,5 bzw. 28,5 Bar und einer Temperatur von höchstens 160 Grad Celsius befördert. Im rund 560 Kilometer langen Sekundärnetz sind es etwa 15.800 Kubikmeter bei einem maximalen Druck von 6 bzw. 10 Bar und einer Temperatur von höchstens 90 Grad Celsius.

Verbindung „Nord-West“-Leitung: Baubeginn Sommer 2008

Seit Mai 2007 ist die Fernwärmehaupttransportleitung „Nord-West“ in Betrieb. Im Sommer 2008 fiel nach einer europaweiten Ausschreibung der Startschuss zum Ausbau von Bauteil 2, der mit Hilfe einer Verbindungsleitung die Müllverbrennungsanlage Spittelau mit Floridsdorf, dem 21. Wiener Gemeindebezirk, zusammenschließt.

Seit August 2007 sorgt auch eine neue Fernwärmehaupttransportleitung für den Anschluss der am 20. September 2008 eröffneten Müllverbrennungsanlage Pfaffenau an das bestehende Transportnetz beim Kraftwerk Simmering.

Geplant ist, den Südosten Wiens mit den nördlichen Gemeinden zu verbinden. Die Fernheizleitung „Donau“ gewährleistet dann den Wärmetransport von den Produktionsstandorten Simmering, Donaustadt, Simmeringer Haide, Pfaffenau sowie von Ausfallsreserven in Kagran und dem Arsenal in die nördlichen Gemeindebezirke. Zur Festlegung einer effizienten und kostengünstigen Trasse wurde eine Machbarkeitsstudie ausgeschrieben.

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