Produktion

 

Erneuerbare Energie

Photovoltaik: Mit der Kraft der Sonne

Bild: Lärmschutzwand mit integrierter Photovoltaik
Lärmschutzwand mit integrierter Photovoltaik

Eines der umweltfreundlichsten „Kraftwerke“ Wiens steht mitten im 1. Bezirk: Das Dach des Naturhistorischen Museums wird fast zur Gänze mit Sonnenkollektoren bedeckt; sie wandeln die Kraft der Sonne in „sauberen“ Strom um.

Dieses Beispiel zeigt: Photovoltaik-Anlagen lassen sich gut in die urbane Umgebung integrieren und sind gleichzeitig eine der effizientesten und umweltfreundlichsten Möglichkeiten der Energieerzeugung.

Eine weitere Anlage von Wien Energie ist auf einem Gate errichtet, das zum Vienna International Center führt. Auch das derzeit größte Passivhaus Österreichs im 11. Wiener Bezirk versorgt sich selbst mit Strom aus eigenen Solarzellen. Und die Lärmschutzwand des Theodor-Körner-Hofes am Margaretengürtel ist auf 193 Quadratmetern mit Photovoltaik-Zellen bestückt.

Wiens größter „Sonnenstromproduzent“ wird 2009 eröffnet: 311 Quadratmeter Solarzellenfläche an der Südseite des Kraftwerks Simmering 1/2 erzeugen rund 30,8 Kilowatt-Peak (kWp) Leistung oder jährlich rund 22 Megawattstunden Strom.

Erneuerbare Energie aus Wasser- und Windkraftwerken

Die Wasserkraftwerke von Wien Energie liegen – abgesehen vom Donaukanal-Kraftwerk Nußdorf – zum Großteil in Niederösterreich. Das Kraftwerk Opponitz an der Ybbs, Gründungsjahr 1920, erreicht mit seinen drei Turbinen eine Gesamtleistung von 13,5 Megawatt. Gaming, ein Trinkwasserkraftwerk, das in die Zweite Wiener Hochquellenwasserleitung integriert wurde, verfügt ebenfalls über drei Turbinen und bringt damit eine Leistung von 5,6 Megawatt. Im Kraftwerk Simmering ist eine Turbine mit einer Leistung von 0,7 Megawatt zur Nutzung des Kühlwasserauslaufs integriert.

Zur Stromproduktion zählen auch die Lieferungen, die sich aus den Bezugsrechten an den Donaukraftwerken Greifenstein (12,5 %), Freudenau (12,5 %) wie auch am bereits erwähnten Donaukanal-Kraftwerk Nußdorf (33 %) ergeben. Wien Energie hat einen Teil der Errichtungskosten dieser Anlagen getragen. Die gesamte Engpassleistung der Wasserkraftwerke beträgt rund 80 Megawatt.

Bereits von 1997 an sammelte Wien Energie Erfahrung mit Energie aus einem Windrad, das auf der Donauinsel sauberen Strom erzeugte. Rund ein Jahrzehnt später betreibt das Unternehmen gemeinsam mit in- und ausländischen Partnern mehrere Windparks. So wurde zum Beispiel im September 2006 auf der Rattener Alm mit dem Windpark Steinriegel eine der höchsten Windkraftanlagen Europas eröffnet; sie liefert Strom für rund 28.000 Haushalte. Die Leistung von Steinriegel und jene der Windparks Pama-Gols, Zurndorf sowie Oberlaa Ost und West zusammengerechnet ergibt in Summe rund 42,5 Megawatt.

Jüngstes Projekt ist das Windkraftwerk Levél in Ungarn, nahe der österreichischen Grenze. Der Park besteht aus zwölf Windkraftanlagen, die mit einer jährlichen Leistung von 24 Megawatt ökologisch wertvollen Strom erzeugen und ins ungarische Netz einspeisen.

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