Nachhaltigkeit

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Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien garantieren Versorgungssicherheit

Wien Energie setzt verstärkt auf erneuerbare Energien. Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern sind sie unbegrenzt verfügbar. Sonne, Wasser und Wind sind aber nicht nur unerschöpfliche „heimische“ Quellen. Da bei ihrer Nutzung keine Treibhausgase wie Kohlendioxid entstehen, punkten sie auch in der Energiegewinnung mit „besonders umweltfreundlich“.

Bis 2010 soll die Stromproduktion aller „Ökoenergieanlagen“ von Wien Energie auf 500 Gigawattstunden erhöht werden – in Summe eine Verdreifachung gegenüber den vergangenen Jahren: Das ist das Nachhaltigkeitsziel von Wien Energie, das bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr durch die Inbetriebnahme des Windparks in Levél in Ungarn erreicht wurde.

Grafik: Ökostromproduktion 2005-2008 in MWh
Bild: Photovoltaikanlage Technisches Museum
Photovoltaikanlage Technisches Museum

Mit der Kraft der Sonne

Auf dem Dach des Naturhistorischen Museums in Wien und beim Vienna International Center errichtete großräumige Photovoltaikanlagen nutzen die Kraft der Sonne optimal zur Energiegewinnung. Die Lärmschutzwand der Wohnhausanlage Theodor-Körner-Hof am Margaretengürtel wurde auf 193 Quadratmetern mit Photovoltaik-Elementen bestückt, und im Rahmen des Repowering des Kraftwerks Wien Simmering 1/2 entsteht an der Südseite auf 311 Quadratmetern Wiens größter Sonnenstromerzeuger. Das Tochterunternehmen Energiecomfort stattete eine Passivhaus-Wohnanlage im 21. Wiener Gemeindebezirk mit einer thermischen Solaranlage auf einer Fläche von 3.500 Quadratmetern aus: Jedes der vier Einzelhäuser dieser Wohnanlage verfügt über eine eigene Solaranlage inklusive Zentrale.

Biomasse liefert Masse an Energie

Seit Jahrtausenden nutzen die Menschen Holz zur Wärme- und Energiegewinnung. Auch für unsere Energiezukunft ist der Rohstoff Holz von großer Bedeutung. Denn Biomasse ist eine der wichtigsten Quellen, aus denen wir unseren steigenden Bedarf an Strom und Wärme decken werden.

In Wien Simmering steht das größte Wald-Biomassekraftwerk Europas. Seit Oktober 2006 in Betrieb, versorgt es 48.000 Haushalte mit Strom und 12.000 Haushalte mit Wärme. Pro Jahr werden hier rund 190.000 Tonnen Wald-Biomasse in saubere Energie umgewandelt – unter Berücksichtigung der ausgekoppelten Fernwärme erzeugt das Kraftwerk eine Strommenge von 167 Gigawattstunden jährlich. Der Vorteil: Als so genannter „klimaneutraler Energieträger“ setzt Holz bei der Verbrennung nie mehr CO2 frei, als der Baum vorher aufgenommen hat. Daher spart das Biomassekraftwerk Wien Simmering im Jahr 144.000 Tonnen an CO2 gegenüber einer mit Öl oder Kohle betriebenen Anlage ein – immerhin eine Reduktion von 80 %. Oder, in anderen Zahlen ausgedrückt: Das hochmoderne Kraftwerk ersetzt umgerechnet 72.000 Tonnen Steinkohle oder 47.000 Tonnen Heizöl im Jahr.

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